Betreute Schützlinge seit 2003

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2003

Sarah N.

geb.: 30.07.2001

Diagnose: Symptomatische Epilepsie, Residualsyndrom nach perinataler Asphyxie.

Sarah erlitt während der Geburt Sauerstoffmangel und kann weder sitzen noch krabbeln oder greifen. Um so mehr braucht sie Körperkontakt und viele Reize, die ihr Gehirn in Schwung bringen, aber nach Einschätzung der Ärzte und Therapeuten wird es sich nie voll entfalten.
Um die Selbstheilungskräfte anzuregen, setzen die Eltern auf eine homöopathische Behandlung, für die die Kranken- und Pflegekasse ebenso wenig aufkommt, wie für eine Reflexzonentherapie.

Erfolgsbilanz:

Seit Januar 2003 wird Sarah alle 2 Wochen osteopathisch behandelt.

Sarah war 2003 und 2004 zur Gelenktherapie in der Ukraine. Dadurch ist sie im unteren Rumpfbereich stabiler geworden und ist deshalb mit ihren Beinen wesentlich aktiver und mobiler. Die Kopfkontrolle und die Mundmotorik hat sich etwas verbessert, bestehende Blockaden wurden gelöst. Seit der Therapie lautiert Sarah mehr und findet neue Laute, dadurch hat sie auch viel mehr Spaß an der Kommunikation.
Seit August 2004 geht Sarah einmal wöchentlich zur Hippo-Therapie.

Seit September 2004 besucht Sarah einen integrativen Kindergarten, was ihr ebenfalls viele neue Impulse gegeben und ihr Leben positiv bereichert hat.

Seit Januar 2005 wird Sarah nach dem NEPA-Konzept auf dem Keil gelagert.

Sarah war im November 2005 das 1. Mal zur Dog-Water-Therapie. Ihre Eltern sind sehr begeistert. Das Kind musste teilweise 2,5 Stunden eine Art Krankengymnastik "am" oder "auf" dem Hund machen. Dadurch ist ihre Rumpf- und Kopfkontrolle besser geworden, sie lautiert mehr und wird täglich aktiver.

In die Klinik für Manuelle Therapie nach Hamm fährt Sarah inzwischen 2x jährlich. Sie ist dadurch im Rumpfbereich, wie auch im Bereich der Brustwirbelsäule stabiler geworden. Auch ihre Beine sind mobiler und aktiver. Kopfkontrolle und Mundmotorik haben sich verbessert, ebenso die Stellung und Fixation der Augen. Sie lautiert mehr und neue Laute und hat viel Spaß an Kommunikation.

Von Januar bis Juni 2008 erhielt Sarah Osteopathie. Dadurch erfolgten ständig Mobilisationen im Bereich der bewegungseingeschränkten Extremitätsgelenke. Ihr gesteigerter Tonus kann sehr gut reguliert werden. Die Wirbelsäulen- u. Beckenfunktionen werden immer wieder gemildert. Es zeigt sich eine verbesserte Rumpfstabilität. Sarah hat keinerlei Muskelverkürzungen, sie arbeitet bei den Therapien kooperativ mit.

Alle diese Therapien haben zu kleinen aber stetigen Fortschritten geführt. Sarah hat sich wesentlich besser entwickelt, als es die Ärzte prognostiziert haben. Sie hat bisher keinerlei Sekundärbehinderungen wie z.B. Kontrakturen oder eine Skoliose entwickelt. Ihr Muskeltonus wird kontinuierlich besser, ebenso die Kopf- und Rumpfkontrolle.
Sie ist ein ausgesprochen ausgeglichenes und glückliches Kind.

Von 2004-2008 besuchte Sarah einen integrativen Kindergarten, was ihr viele neue Impulse gegeben und ihr Leben positiv bereichert hat.
Seit September 2008 besucht Sarah die Grundschulstufe des Blindeninstituts in Rückersdorf. Sie hat sich inzwischen sehr gut eingelebt und hat im 1. Schuljahr viele neue Erfahrungen gemacht. Die Schönste und Einprägsamste ist mit Ab-
stand die wöchentliche Hundetherapie mit Ida und Betty. Diese Therapieein-
heiten werden im Rahmen des Unterrichts angeboten, sind jedoch von den Eltern privat zu bezahlen, dies wurde durch die Hilfe von Kinderschicksale möglich.

Von Juni bis Dezember 2009 erhielt Sarah Reittherapie in Rehdorf.
Seit November kann Sarah nun ganz beruhigt schlafen, da sie nachts unter einer Sanddecke liegt, dies hilft bei der Schlafstabilisierung.

Sarah erhielt von Januar bis Dezember 2010 Osteopathie. Sie hat nach wie vor keinerlei Kontrakturen, ist in allen Gelenken beweglich und leidet keine Schmerzen. Das Hohlkreuz wird gezielt behandelt und dadurch verkleinert.

Im gleichen Zeitraum 2010 war Sarah zur tiergestützten Heilpädagogik. Ihre Rücken- und Brustmuskulatur wurde durch die Reittherapie gekräftigt, die Kopfkontrolle ist besser geworden, ebenso lässt die Spastik in den Beinen nach. Sarah entspannt sich sichtbar auf dem Pferd.


Sarah bei der Reittherapie


Sarah und ihr Bruder


Sarah 2012

Seit Ende 2012 hat Sarah eine Skoliose, aber sie ist schmerzfrei und frei beweglich, seither wurde die Pörnbacher Therapie auf dem Keil wieder intensiviert. Da sie ernorm gewachsen ist, brauchte sie auch einen neuen Rolli und Steh-Trainer:

                     

Im April 2013 hatte Sarah ihren 1. richtigen Krampfanfall aufgrund einer Unterzuckerung, auch zu wenig Schlaf könnte ein Auslöser gewesen sein.
Seit dem Sommer 2013 geht Sarah nicht mehr zur Reittherapie, da vermutet wird, dass das Reiten zu sehr in die Skoliose gegangen ist. Ihre Eltern hätten gern das Galileo Vibrations-Training mit ihr gemacht, das ist aber aufgrund ihrer Baclofen-Pumpe (zur Lockerung von spastischen Muskelversteifungen) leider nicht möglich.
Dafür fährt Sarah nun so oft wie möglich "MOTOmed", das macht ihr inzwischen viel Spaß und sie hält mehr als 1 Std. durch:

    [nb

Sarah ist ein sehr fröhliches, ausgeglichenes Kind, welches auch ab uns zu mit den Schwierigkeiten der Pupertät zu kämpfen hat.     
                          

  
               Mit ihrem Bruder versteht sie sich besonders gut.

 

        
                        Weihnachten 2015

  

                                         

Sarah wurde im März 2017 an der Skoliose operiert, ihr wurden zwei 45 cm lange Stangen an der Wirbelsäule verschraubt. Das Ganze muss sich jetzt erst verknöchern, was ca. 9-12 Monate dauern wird. Daher darf sie nur ganz wenig sitzen. Aber mit dem entsprechenden Spaß (Schmerzmittel), siehe Bild oben, ist sie immer gut drauf und meistert ihre Situation recht gut.

Auch 2018 geht es Sarah eigentlich ganz gut, sie ist fröhlich wie immer.
Leider konnte man ihren Rücken letztes Jahr nur noch so fixieren, wie die Skoliose bereits war. Da nach der OP wenig Krankengymnastik gemacht werden konnte, hat ihre Beweglichkeit sehr gelitten und die linke Hüfte ist ganz draussen. Jetzt muss immer eine Balance zwischen Sitzen und Liegen gefunden werden. Dieses Jahr wird auch noch die Baclofenpumpe ausgetauscht.