Betreute Schützlinge seit 2006

Diese Kinder betreuen wir seit dem Jahr 2006

Jason

geb.: 11.06.2005

Diagnose: Williams-Beuren-Syndrom, Supravalvuläre Aortenstenose (verengte Stelle an der Aorta oberhalb der Herzklappe).
Im Jahr 2016 wurden bei Jason Autistische Störungen diagnostiziert, die aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Syndrom zurückzuführen sind.

Jason leidet seit seiner Geburt an dem Williams-Beuren-Syndrom (siehe Krankheiten).

Im Alter von 4 Monaten stellten die Ärzte bei der U4 ein Herzgeräusch und kurz darauf die verengte Stelle an der Aorta fest. Der Junge schrie bis zum 6. Monat sehr lang und intensiv. Um 30g Milch zu trinken benötigte er 45 Minunten Zeit.
Jason ist nach wie vor ein sehr unruhiges Kind und braucht den ganzen Tag jemanden, der für ihn da ist. Beim Essen mussten auf jeden Fall zwei Personen dabei sein und mithelfen, außer einem bestimmten Brei nahm er nichts zu sich. Sitzen, krabbeln und robben konnte er auch sehr lange nicht, er hatte keine Gleichgewichtskontrolle. Außerdem ist er berührungsempfindlich an Gesicht, Kopf, den Händen und Füßen.

Erfolgsbilanz:

Jason hat im Juni 2006 bereits an einer Doman-Therapie teilgenommen, die Behandlungen werden jetzt zu Hause fortgesetzt.

Desweiteren sollte der Junge 1/4-jährlich sowohl Synergetische Reflextherapie als auch heilpädagogische Lernintegration erhalten.
Jason wurde am 21. September 2006 am Herzen operiert und musste sich von dieser doch schweren OP erst erholen. Daher wurden die Reflextherapie und die heilpädagogische Therapie auf einen späteren Termin verschoben.
Leider wurde das Problem mit der Ernährung größer, Jason verweigerte fast jede Nahrungsaufnahme. Seine Mama versuchte meistens ihn im Schlaf mit der Flasche etwas zu geben, das war die einzige Möglichkeit, bei der er etwas zu sich nahm.

Seit Juli 2008 erhielt Jason heilpädagogisches Reiten in Nürnberg und war seitdem nicht mehr so ängstlich. Seine Wahrnehmung hat sich auch verbessert, ebenso die Gleichgewichtshaltung. Er hat sehr viel Spaß dabei und lernt viel Disziplin dadurch.

Auch 2009 wurde bei Jason die Reittherapie fortgeführt und dadurch zeigte sich weiterhin bessere Gleichgewichtskontrolle, mehr Disziplin, er ist weniger ängstlich als vorher und freut sich von Woche zu Woche auf das Reiten. Er weigert sich mittlerweile nicht mehr den Schutzhelm zu tragen und gibt nach dem Reiten dem Pony in einer Schüssel das Fressen.

Seit März 2009 nahm Jason auch an einer Musiktherapie teil. Er lernt viele neue Wörter und bildet bereits 2-3 Wortsätze. Seine Aufmerksamkeit wird trainiert, besonders gut gefällt ihm das Glockenspiel.
Jason besucht seit September 2009 den Kindergarten.

Auch bis Dezember 2009 hat Jason durch die Musiktherapie sein Gedächtnis weiter trainieren können, er erkennt schon einige Lieder, hat seine Sprache verbessert, kann sich viel besser konzentrieren und ist ausdauernder bei den verschiedenen Anforderungen. Er spielt auch auf der Trommel im Takt mit und hat sehr viel Spaß dabei.

Jason erhielt von April bis Dezember 2010 Reittherapie. Dadurch hat sich seine Feinmotorik gebessert, er hält das Gleichgewicht sogar bei einigen Metern Galoppreiten. Koordination und Konzentration sind ebenfalls besser geworden, auch ist er in manchen Dingen sellbstständiger. Jason freut sich auf jede Reitstunde.
Die Musiktherapie wird momentan etwas zu viel für Jason, aber die Reittherapie macht er weiter. Bis Ende 2010 gab es folgende Erfolge zu verzeichnen: Seine Konzentration wird gefördert, er lernt Grenzen zu akzeptieren, sein Selbstbewußtsein wurde gestärkt, ebenso kann er selbstständig Aufgaben erledigen. Das Gleichgewicht und die Koordination sind auch besser geworden.
Jason hat große visuelle und räumliche Wahrnehmungsschwierigkeiten, aber er lernt durch die Therapien an seine Grenzen zu gehen.

Jason erhielt von Mai bis Dezember 2011 wieder Musiktherapie in Nürnberg.
Seither gab es eine Sprachverbesserung, er kann singen und auf anderen Musikinstrumenten (Klavier, Trommel, Klangschalen u. -stäben) mitspielen. Durch das Musizieren hat er gelernt seine Gefühle und Emotionen zu zeigen und zu verarbeiten. Ebenso wurde Jasons Gedächtnis und die Konzentration trainiert, er hat gelernt sich länger mit einer Sache zu beschäftigen.

Durch die Reittherapie, an der Jason weiterhin von Januar bis März 2011 teilnahm, haben sich sein Gleichgewichtssinn, die Feinmotorik, Koordination und seine Selbstständigkeit weiter verbessert. Leider hat sich jetzt herausgestellt, dass Jason eine Allergie auf Tierhaare hat, daher wissen seine Eltern noch nicht, ob es mit der Reittherapie weitergehen kann. Im Dezember hat Jason wieder mit Reittherapie einen Neubeginn gestartet, hoffen wir, dass er es jetzt wieder besser verträgt.

Im Oktober 2011 begann für Jason bis Dezember die Schwimmtherapie. Er kann jetzt sein Gleichgewicht im Wasser besser halten, lernte Koordinationsübungen um gleichzeitig mit Händen und Füssen zu arbeiten. Seine Muskeln sind durch das Training viel entspannter. Jason fällt das alles nicht so einfach, aber er arbeitet immer freudig mit und hat viel Spass im Wasser.


Jason bei seiner Lieblingsbeschäftigung "Gießen" 2011


Jason mit seiner kleinen Schwester Fiona


Bei der Therasuittherapie

Durch die Therasuittherapie, die Jason seit Juli 2012 bekommt, hat sich sein Gleichgewicht verbessert, er nimmt seinen Körper besser wahr und kann, wenn er an der Hand gehalten wird sogar Treppen steigen. Das war vorher garnicht möglich.

Von Januar bis Dezember 2012 nahm Jason wieder an einer Musiktherapie teil. Durch die Musik wird er beruhigt und kann sich länger mit einer Sache beschäftigen. Er lernt richtig zu Atmen und übt seine Aussprache, dadurch stottert er weniger.

Auch die Reittherapie war von Januar bis November 2012 wieder angesagt, aber leider musste sie nun entgültig wegen seiner Tierhaarallergie aufgegeben werden. Seine Eltern dachten, wenn er nur reitet und nicht das Pferd bürstet könnte es gehen, denn durch das Reiten konnte er seine Gleichgewichtshaltung sehr verbessern. Aber die Allergie äußerte sich zu stark mit Augenjucken, -tränen und Nase laufen und es ging ihm dann danach auch gar nicht gut.

Seit Juli 2012 geht Jason nun 1x wöchentlich zur Osteopathie.


Jason bei der Weihnachtspäckchen-Übergabe der HypoVereinsbank 2012

Von Januar bis Juni 2013 erhielt Jason Osteopathie. Danach war er immer ganz ruhig und entspannt, konnte sehr gut ein- und durchschlafen. Er hatte auch wesentlich weniger Kopfschmerzen.

In der Zeit von Januar bis April 2013 bekam Jason Musiktherapie. Wodurch seine Konzentration, Sprache und Ausdauer verbessert wurden. Jason hatte viel Spaß beim Musizieren und war danach immer sehr locker und gut gelaunt. Manche Ängste wurden mit der Musik abgebaut.

Durch die Therasuittherapie, die Jason von Januar bis Juni 2013 weiter erhielt, hat er eine bessere Körperwahrnehmung, kann besser Treppen steigen und es klappt immer besser in der Schule. Er traut sich jetzt immer mehr mitzumachen, besonders im Sport. Vorher war das alles für Jason zu gefährlich und unheimlich. Er kommt jetzt immer sehr motiviert nach Hause.

Von Januar bis April 2014 wurde Jason 1x wöchentlich mit Montessori-Therapie unterstützt. Ab Ende April 2014 wurde bei ihm auf Osteopathie umgestellt. Seither klagt er kaum noch über Kopfschmerzen, ebenso sind seine Bauchschmerzen wie weggezaubert. Seine Feinmotorik wird viel geübt, Jason lernt logisches Denken, er versteht jetzt auch langsam die Uhr.

  

                             Jason bei der Osteopathie

Jason erhielt seit April bis einschließlich Dezember 2014 nun auch Osteopathie.
Bei ihm war das Laufen ja ein Problem, da er aufgrund der Muskelver-
kürzungen immer auf Zehenspitzen lief. Mittlerweile sieht man dies fast gar nicht mehr, er läuft fast normal, hat kaum Bauch- und Kopfschmerzen mehr, ist ruhiger und schläft viel besser ein.

Die Montessori-Therapie wurde nun doch das ganze Jahr 2014 weitergemacht und brachte Fortschritte beim Rechnen im Kopf (Zahlenraum 0-10).
Der Umgang mit der Pipette klappt immer besser, Ausdauer und Konzentration wird noch geübt, da dies noch recht schwer für Jason ist. Beim Schreiben kommt er auch weiter gut voran.

2015 nahm Jason auch im ersten Vierteljahr noch an der Montessori-Therapie und Osteopathie teil.
Aufgrund eines komplizierten Doppelarmbruches, der nicht operiert werden konnte, da die Narkose für ihn zu gefährlich ist, wurde dann eine Feldenkreistherapie empfohlen. Es wurden bei Jason sehr gute Ergebnisse damit erzielt. So z.B. kann er nun Zähne putzen, was bisher bei ihm nicht möglich war, da er seinen Kopf nicht nach hinten bewegen konnte. Jason erhält jetzt diese Therapie 2x pro Jahr.

Therapeutische Wassertherapie kam von September bis Dezember 2015 1x wöchentlich neu für Jason dazu. Er lernt sich im Wasser viel leichter zu bewegen und kann dies dann später auch zu einem Teil außerhalb umsetzen.

Vom 05.-19.12.2015 war Jason zur Delphintherapie in Curacao. Hier einige tolle Bilder mit seinem Delphin Kanoa:

   

      

    

Durch die Delphintherapie machte Jason einen allgemeinen Entwicklungsschub. Er wurde mutiger und selbstbewusster und in manchen Dingen wesentlich selbstständiger, so dass er nicht ständig die Hilfe von anderen braucht und ihm nicht alles gesagt werden muss. Er schläft ruhiger und länger, auch das Gleichgewicht und seine Körperwahrnehmung wurden verbessert. Es wurden sehr viele Übungen dafür gemacht, die nun auch weiterhin zu Hause trainiert werden können. Jason versuchte sogar allein zu tauchen.

2016 erhielt Jason im Januar/Februar weiterhin Wassertherapie, durch die er allgemeine Entwicklungsschübe macht. Seine Konzentration wird verstärkt geübt, ebenso die Körperwahrnehmung und das Gleichgewicht. Leider musste er dann wegen einer Knie-OP pausieren.

  

                            Jason nach seiner Knie-OP im Mai/Juni 2016

                               
                                    Jason mit seiner Schwester Fiona

Seit Oktober 2016 konnte bei Jason auch die Wassertherapie fortgeführt werden. Seine Geschicklichkeit und sein Koordinationvermögen sind verbessert worden, ebenso das  Gleichgewicht. Durch den Wasserantrieb lernte er die richtigen Bewegungsabläufe, deren Ausübung am Land für ihn nicht möglich sind. Besonders wichtig war auch der Muskelaufbau des linken Oberschenkels nach der OP.

Mit Osteopathie wurde dann auch ab Oktober 2016 weitergemacht. Dadurch hat sich bei Jason das Gangbild und seine Durchblutung verbessert. Er klagt nicht mehr so oft über Kopf- und Magenschmerzen, schläft besser ein. Besonders stolz war er, dass nun auch bei ihm endlich zwei Zähne wackelten und ausgefallen sind.

Am 16.03.2017 wird Jason wieder an beiden Füssen operiert, wir wünschen dafür ihm alles Gute!!!

2017 wurde auch weiterhin mit Osteopathie und Wassertherapie unterstützt:

Durch die Osteopathie konnte eine Auflockerung des Beckenbereichs festgestellt werden. Jason hat noch einige Milchzähne und nach fast jeder Behandlung gibt es einen "Wackelzahn" und es kommt endlich dann der bleibende neue Zahn. Er hatte 2017 auch weniger Bronchitis, Mittelohrentzündung, Husten, Kopf- und Bauchschmerzen. Er wirkt allgemein stabiler und ist nach den Behandlungen immer ruhiger und entspannter.

Durch die Wassertherapie wurde seine Motorik verbessert, er wirkt sicherer beim Laufen, nicht mehr so steif, das Gleichgewicht konnte weiter verbessert werden. Der Oberschenkelmuskelaufbau auf der linken Seite ist auch stärker geworden und er kann dadurch besser seine Übungen nach der Schrauben-OP machen. Jason hat eine wesentlich bessere Körperwahrnehmung, er ist mutiger geworden, traut sich jetzt auch einmal etwas Neues auszuprobieren.

Vom 09.-23.12.2017 war Jason zur Delphintherapie in Curacao.

             

Dieses Mal konnten folgende Verbesserungen erreicht werden:
- Augen-Hand-Koordination
- Da bei Jason der Mund immer weit offen ist, wurde nun eine bessere
  Mundschließung erreicht
- Er ist selbstständiger geworden, so krabbelte er allein aus dem Wasser
  zurück auf das Deck, dies war früher nicht vorstellbar
- Er schwamm vor dem Trainer her, auch ohne Delphin
- Er äußerte eigene Ideen, das war völlig neu bei ihm

Ganz wichtig für Jason und seine Familie ist, dass er durch die Therapie wieder offener und fröhlicher geworden ist, lacht auch wieder. Das war ja leider seid den Vorfällen in der Schule lange Zeit nicht mehr gegeben, mittlerweile freut er sich wieder auf die Schule.

       
     

 

Jason erhielt 2018 das ganze Jahr Osteopathie. Er klagt mittlerweile weniger über Bauch- und Kopfschmerzen. Seine Skoliose wird bei regelmäßigen Behandlungen immer besser, wenn allerdings längere Pausen erfolgen wird sein Rücken wieder ganz krumm.

  

      
                                               Weihnachtspäckchenübergabe
                                               der HypoVereinsbank Weißenburg
                                                            2018